Waldbrand

Nachhaltig leben – aber warum?

Eigentlich, so haben wir in den letzten Jahren immer wieder festgestellt, wollen viele von uns nachhaltig leben. Niemand möchte dafür verantwortlich sein, dass der Regenwald in Flammen steht oder dass in den Ozeanen bald mehr Plastiktüten als Fische schwimmen. Wir wollen alle noch in 10, 50 oder 100 Jahren noch auf diesem Planeten leben können.

Und doch ändern relativ wenige von uns wirklich etwas am eigenen Lebensstil. Die einfachste Erklärung dafür lautet: Die Motivation reicht nicht. Dieser Post nennt dir ein paar wirklich gute Gründe, hier und jetzt anzufangen, dein Leben nachhaltiger zu gestalten.

Warum nachhaltig leben?

Wandel, den wir schon heute spüren

Fast täglich zeigen die Nachrichten erschreckende Bilder von Naturkatastrophen, Waldbränden, Hitzerekorden, schmelzenden Eisbergen oder ähnlichen Desastern, die unsere Erde zerstören. Zu den letzten Beispielen gehören die unkontrollierbaren Brände in Australien und Brasilien.


Im Jahr 2019 verbrannten allein in Australien etwa 12 Millionen Hektar Land und damit eine Milliarde Tiere. Neben diesen Bränden werden jährlich etwa 26 Millionen Hektar Wald durch Abholzung zerstört. Das entspricht alle zwei Sekunden der Größe eines Fußballfelds. Unter anderem dadurch stirbt alle 14 Minuten eine Spezies aus.


“Es ist keine Frage, ob sich das Klima ändert, sondern nur in welchem Maße und mit welchen Auswirkungen”, schreibt der NDR. Eine Animation der NASA verdeutlicht, wie stark das Erdklima sich bereits erwärmt hat. Der Temperaturanstieg verursacht vielfältige Probleme für uns alle.


Schmelzendes Eis an den Polen reduziert nicht nur den Lebensraum für viele vom Aussterben bedrohten Arten. Es lässt auch unseren Meeresspiegel um etwa 3,4 Millimeter pro Jahr ansteigen. Dieser Anstieg verursacht Überschwemmungen und Sturmfluten mit verheerenden Folgen. Die Böden versalzen, was den Anbau von Pflanzen und damit die Nahrungsmittelproduktion stark erschwert.


Viele Teile der Erde spüren die Veränderungen bereits ganz konkret. Im afrikanischen Land Burundi gab es früher drei Erntezeiten pro Jahr. Seit mehreren Jahren sind es nur noch zwei. Viele lokale Bauern können sich dadurch nicht mehr versorgen und leiden unter Armut und Hunger.


Auch in Deutschland zeigen die Hitzesommer Wirkung. Durch die trockenen Böden verringern sich die Ernten und Landwirte haben Probleme, ihre Tiere zu ernähren. Allerdings werden die Auswirkungen des Klimawandels uns wohl als letztes treffen. Durch unseren Reichtum im Vergleich zu anderen Ländern können wir bislang viele unangenehme Effekte ausblenden. In ärmeren Regionen leiden die Menschen wesentlich stärker.

Wir müssen nachhaltiger leben

So sieht die Zukunft aus

Ganz einig ist sich die Wissenschaft nicht, was genau in den nächsten Jahrzehnten auf uns zukommt. Eines haben jedoch fast alle Prognosen gemeinsam: Es sieht düster für uns aus. Die Konsequenzen, die wir schon jetzt spüren, werden stärker und bringen die Erde weiter aus ihrem Gleichgewicht.


Der Erde an sich macht das wohl langfristig nicht viel aus – sie existiert schließlich schon seit knapp 5 Milliarden Jahren. Wir Menschen dagegen sind weniger resistent. Die Anpassung an neue Lebensbedingungen wird uns schwer fallen, und die steigende Anzahl an Naturkatastrophen wird uns ernsthaften Gefahren aussetzen.

Leben nachhaltig schützen

Leben schützen

Unabhängig von allen Klimakatastrophen gibt es noch ein ganz einfaches Argument dafür, ein nachhaltiges Leben zu führen: Wertschätzung für unsere Umwelt. Die Erde mit all ihren Wundern bietet uns einen Lebensraum, in dem wir nehmen dürfen, was wir brauchen. Alles, was über unsere grundsätzlichen Bedürfnisse hinausgeht, sollten wir bewusst hinterfragen. Nur so können wir wirklich nachhaltig leben.


Unsere Umwelt bestimmt unsere Lebensqualität. Der Kabarettist Marc-Uwe Kling hat es passend formuliert:

“Ja, wir könnten jetzt was gegen den Klimawandel tun, aber wenn wir dann in 50 Jahren feststellen würden, dass sich alle Wissenschaftlicher doch vertan haben und es gar keine Klimaerwärmung gibt, dann hätten wir völlig ohne Grund dafür gesorgt, dass man selbst in den Städten die Luft wieder atmen kann, dass die Flüsse nicht mehr giftig sind, dass Autos weder Krankmachen noch stinken, und dass wir nicht mehr abhängig sind von Diktatoren und deren Ölvorkommen. Da würden wir uns schön ärgern.”

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Natürlich gibt es eine Millionen weitere Antworten auf die Frage, warum wir nachhaltig leben müssen. Viele davon findest du in unseren anderen Beiträgen. Was bleibt, ist die große Frage nach dem Wie. Hier fassen wir das wichtigste Konzept in nur zwei Worten zusammen. Hier kannst du direkt zu unseren ökologischen Grundlagen springen.

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